HÖHLENKLIMATOLOGIE
(gefördert durch die DFG)
Die klimatischen Bedingungen und hier insbesondere die Strömungsverhältnisse
in statischen wie dynamischen Höhlensystemen sind bis heute nur
unzureichend untersucht worden, so dass nur mangelhafte Informationen
vorliegen, ob und in welcher Ausprägung nennenswerte Zirkulationssysteme
existieren.
Die Arbeits-/Forschungsgruppe Höhlen- und U-Bahn-Klimatologie
des Geographischen Institutes der Ruhr-Universität-Bochum hat
sich somit die folgenden Ziele gesetzt:
Durch die detaillierte Erforschung der Klimatologie verschiedener Höhlensysteme
soll ein umfassendes Verständnis für:
• die Wechselwirkungen zwischen den Ausprägungen einzelner
meteorologischer
• Elemente innerhalb der Höhle,
• die Wechselwirkungen zwischen Höhlenluft und Außenatmosphäre
sowie
• die Funktionsweise potentieller Zirkulationssysteme erzielt werden.
Darüber hinaus ist insbesondere die Ermittlung und Beschreibung
der Auswirkungen von Touristengruppen auf das Höhlenklima von
besonderer Bedeutung. Weiteres Ziel der Untersuchungen ist, an ausgewählten
Passagen das Mikroklima der Höhlen zu erfassen. Aber auch die
Analysen der Bewetterungsverhältnisse, des CO2-Gehaltes der Höhlenluft
sowie der Verdunstungsmenge sollen wichtige Aufschlüsse über
die Wechselwirkung zwischen Sinterausfällung und Höhlenatmosphäre
erbringen. Kenntnisse über die rezenten Sinterausfällungen
in Höhlen sind für eine paläoklimatische Interpretation älterer
Speläotheme von besonderer Bedeutung.
Neben der reinen höhlenklimatologischen Forschung soll ein Brückenschlag
zu dem neuen Forschungsfeld der U-Bahn-Klimatologie erfolgen, da sich
beide Forschungsfelder in vielen Punkten ergänzen und interessante
Bezüge bestehen (siehe unter: U-Bahn-Klimatologie).

Datenerfassung in der Wind Cave, Süd Dakota (USA)
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